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Bücher

Übersicht der Werke

Die Bücher von Eileen Dreistern bewegen sich im Bereich der traum-/ märchenhaften Fantastik und besitzen bisweilen Elemente der düsteren Endzeit-Romantik. Aufgrund ihrer vollberuflichen Tätigkeit dauert der Prozess bis zum fertigen Buch etwas länger als bei rein beruflichen Autoren. Ihr erstes Buch ist auf BOD verfügbar: 

https://buchshop.bod.de/apokryphal-eileen-dreistern-9783695733385


Liste von Büchern mit Veröffentlichungsabsicht:

  • Apokryphal: Veröffentlichung in Kürze! 20.06.2026

  • Die Metamorphosenbücher Athuriens: befindet sich in der Schlusskorrekturlesung

  • Erster Band Vaz aus der Die Orden des Imbjar-Trilogie: Reintext festiggestellt, aber unkorrigiert

Apokryphal

Genre: Fantasy
Autorin: Eileen Dreistern
Verlag: BoD (selfpublished)
ISBN Taschenbuch: 978-3-6957-3338-5
ISBN e-Book: nach Veröffentl. bekannt
Vorauss. Seitenzahl: 222
Veröffentlichung  am 20/06/2026

Marvehl erblickt als Traumengel und beunruhigendes Wunder das Licht der Traumwelt. Obwohl er die kostbare Gabe besitzt, in den Träumen der Schöpfer zu wandeln, belastet ihn eine düstere Prophezeiung: Tief in seinem Blut liegt der Samen der Apokalypse. 
Mitten in unergründlichen Urwäldern trifft Marvehl auf den tollpatschigen Dudelpeter, der ihn oft ungewollt in Gefahr bringt. Gemeinsam begeben sie sich auf die Flucht vor Bizarrin, der Inkarnation des Urbösen. Bizarrin giert nach dem Blut der Traumengel, denn damit erwächst Stück für Stück die dunkle Macht in ihm, genannt Unziefer. Das Ende des Traumreichs rückt näher. 
Kann Marvehl sich, seine Heimat und seine Freunde vor dem drohenden Untergang aller Träume bewahren?

Leseprobe

Mitten im Tal indes war ein Licht entfacht worden. Ein Feuer brannte auf einer schmalen kleinen Lichtung, und gebannt starrte der junge Traumengel zu ihm hinab. Dann stand er auf und begab sich durch die Dunkelheit auf den Lichterschein zu. Er folgte ihm, und nachdem er einige Tageulen aus ihrem wohligen Nachtschlaf aufgescheucht hatte, durchbrach er dichtes Dickicht und fand sich vor einem riesigen Ritualfeuer wieder.

Einige Texten, im allgemeinen Mund auch als Texen bezeichnet, standen dort um die Brunst herum und schrien. Sie texteten Unheil vor:

„Unziefer, Unziefer!
Aus den Höllen 'rückentstiegen.
Wo seine Knochen liegen, ist er noch nie lange geblieben!
Er ersteht auf, schwingt sich hinauf,
nehmen die üblen Dinge wieder ihren Lauf!
Neunmal tot in den Höllen
und zwischen feurigen Gewöllen
kann man ihn verbrennen, wie man will!
Liegt sein Körper nie lange still!
Meister, Meister! Nimm dieses Gekleister!“

Sie warfen undefinierbaren Schleim in das Feuer und es loderte auf in doppelter Höhe im tiefen Rot. In den Textenaugen lachte der Tod. 
Unweit war ein Dudelpeter in Not. Er saß in einem hölzernen Käfig gefangen und sollte demnächst als Opfergabe verbrannt werden. Marvehl hatte Mitleid mit ihm und schlich sich am Rande der Lichtung entlang zu ihm hin. Die Texten waren viel zu sehr auf das feurige Ritual fixiert, als dass sie ihn bemerkt hätten. Soeben schmissen sie Falter ins Feuer, die noch panisch versuchten, davonzuflattern, aber bereits in Flammen aufgingen. Der Dudelpeter im Käfig umklammerte schweißgebadet und ängstlich seinen Dudelsack. 
Als er den weißen Engel sah, richtete er sich im Nu auf. Allerdings stieß er sich, tollpatschig wie er war, an der Käfigdecke, sodass er wieder umfiel. „Ich bin nur Dudler und Dichter – also praktisch Dudeldichter“, flüsterte er ihm atemlos zu, „Ich habe mit Texen nichts zu tun. Ich komme noch nicht einmal aus Textas.“ 
„Ja, ja – das weiß ich doch.“ 
Marvehl suchte nach einer Möglichkeit, den armen Dudelpeter aus seiner prekären Lage zu befreien. Schließlich fand er einen Astschneider zwischen Ölkanister und Feuerholz und durchtrennte leise die Käfigstreben. Seinen dünnen Engelarmen setzte das reichlich zu, und er brauchte mehrere Ansätze, um dem Peter freie Bahn zu schaffen. Kaum aus seinem Gefängnis befreit, reckte der Gerettete die Arme in die Luft, als wolle er gleich gen Himmel jauchzen, und Marvehl sah ihn mahnend und warnend an. Der Dudelpeter ließ seine Arme wieder sinken und just in diesem Moment knäkte und blökte ein näselnder Ton aus seinem Instrument. 
Die Texten verstummten und fuhren mit giftenden Blicken herum. Dudelpeter und Dudelsack erstarrten und Marvehl stupste beide an, um sie wieder zu erwecken. Sie mussten hier weg oder sie waren dran. Der Dudelpeter und der Engel rannten zwischen die Bäume und hörten hinter sich, wie ihre Verfolger sie zutexteten. Es waren Flüche oder höhere Beschwörungen – beides jedoch ließ Sorge bereiten. Die Texen holten trotz ihrer arg kurzen Beine auf, denn sie benutzten Schnelligkeitszauber, und bald schon waren die Flüchtenden völlig außer Puste. Marvehls verwundete Füße brannten stärker als das alleingelassene lachende Ritualfeuer auf der Lichtung und der Dudelpeter bekam dort Seitenstechen, wo er seinen Dudelsack trug. Das Instrument konnte er nicht liegenlassen, sondern musste es mitschleppen. Zwischen Dudelsack und Dudler herrschte eine Art übernatürliche Verbindungskraft, die niemand außer dem Tod trennen konnte. 
Irgendwann stolperte der Dudelpeter und fiel auf Überreste einer modernden Tanne. Er brach ein und versank im morschen Holz. Hinter ihnen rief eine der Texen in Boshaftigkeit: „Du Dudelpeterdödel! Du Dudeldichterdödel! Wie willst du uns nur entkommen?“ 

Die Metamorphosenbücher Arthuriens

Genre: Fantasy, durch mittelalterliche Prosa beeinflusst
Autorin: Eileen Dreistern
Verlag: BoD (selfpublished)
ISBN Druck: nach Veröffenl. bekannt
ISBN e-Book: nach Veröffentl. bekannt
Vorauss. Seitenzahl: 600
Vorauss. Veröffentl.: -

Das Zuhause der Wildkatze Physt ist ein dichter und verfluchter Wald, in dessen Erdreich mächtige Zauberer eine Zivilisation errichtet haben. Wild und frei lebt sie dort, bis sie den Naturmagiern in die Hände fällt und gezwungen wird, am Hofe des berühmten mittelalterlichen Königs Arthur zu spionieren …
Ungefähr zeitgleich zieht ein mutiger Hinterwäldler ohne Namen durch jenen verzauberten Wald, getrieben von der unbändigen Sehnsucht, ein Ritter am Hofe des großen Königs zu werden. Zunächst als Hinterwäldler verkannt, erahnt niemand, dass er besonderes Blut in seinen Adern trägt und der Sohn eines einst gefallenen Herrschers ist …
An Arthurs Hof erwartet beide eine unheilvolle Verkettung von mysteriösen Abenteuern. Kann der Hinterwäldler, bald Peredur genannt, sich in dieser Fülle von Herausforderungen als Ritter bewähren? Schafft es Physt, den Fängen der Zauberer zu entkommen, denen sie dient? Und was hat es eigentlich mit der sagenhaften Märe um den Gral auf sich, der schon seit Jahrhunderten auf sich warten lässt? 

Leseprobe

Die Rüstung jenes Neuankömmlings war verdreckt, als habe er sich wochenlang in der wildesten Natur durch den Dreck gesuhlt, und er trug ebenfalls, wie der schwarze Ritter zuvor, keinerlei Wappen am Körper. Neben sich führte er eine kleine Ponystute, mit struppigem Fell und zerzauster Mähne.

Kai war durchweg amüsiert und wollte bereits etwas Boshaftes von sich geben, doch Lamorak legte ihm beschwichtigend die Hand auf die Schulter. „Was ist bloß mit der Wache vorm Tor los?“, flüsterte Owein seinem besten Freund Gwalchmai zu, „Das ist doch nicht normal, dass ein Fremder nach dem anderen unangekündigt hier einbricht, oder? Da stimmt eindeutig etwas nicht.“

Der fremde Ritter strahlte, als er sein Visier öffnete. Er hatte freundliche Augen und das ließ die Menschen im Raum aufatmen. Von Gehässigkeit oder Hohn war bei ihm keine Spur zu erkennen. Trotzdem schien sein Auftreten fast so sehr von Schande begleitet zu sein wie das des schwarzen Ritters. Es war verboten, ein Pferd in den Speisesaal zu führen. Und es war nicht erlaubt, direkt auf den Hofpriester zuzugehen und ihm mit dreckigen Händen die Hand zu schütteln – selbst wenn man dabei äußerst einstudiert das Vater-Unser zitierte. „Diesem Buben fehlt jede Etikette“, sagte eine Zofe, die in ein blaues schlichtes Kleid gewandet war, „Er geht durch den Raum und begrüßt einfach jeden auf diese raue Art und Weise.“

Eine andere Zofe wich ängstlich vor dem Fremden zurück, als er nun auch ihr die schmutzigen Hände reichen wollte. „Wieso darf ich Eure Hand nicht schütteln?“

„Wieso wollt Ihr sie schütteln? Und wieso sprecht Ihr mich als einfache Kammerzofe mit ‚Euer‘ an?“

„Ich möchte Euch grüßen – genau so, wie es mir meine Mutter beigebracht hat. Mit Herz, mit Hand und mit Ausnahmslosigkeit.“

Ein Dienerpaar kam die Treppe herab und gelangte auf das hölzerne Parkett. Es waren die stummen kleinen Wesen, die Owein vor zwei Jahren im Sumpfland gefunden hatte, nur zwei Meilen entfernt vom verbotenen Wald. Sie wären dort beinahe ertrunken, waren aber von Owein aus dem Morast gefischt und zum Hofe seines Onkels gebracht worden. Arthur hatte sie damals bei sich aufgenommen, denn sie waren geschickte Schneider und Schuster. Cordovan-Stiefel fertigten sie schneller, kostbarer und schicker an als jede andere Person in Arthurs Land.

Die zwei Diener waren außer Atem geraten und ihre kleinen Füße stolperten fast vor Aufregung. Als die beiden zwergenhaften Menschen den fremden Jüngling entdeckten, eilten sie flinken und klackernden Schrittes auf ihn zu.

Freude glänzte in ihren runden Gesichtern. Einer der beiden, ein kleiner Mann, verneigte sich vor dem Unbekannten und zog seinen grünen Hut aus Leder vor ihm: „Seid gegrüßt und wohl empfangen, Peredur, Sohn von Efrog, stärkster und bewundernswertester Ritter unserer Welt!“

Peredur wunderte sich zunächst darüber, dass er beim Namen genannt wurde. Denn seine Mutter hatte ihm stets gesagt, einen Namen dürfe er aufgrund der (merkwürdigen) Familiensitte nicht tragen. Außerdem war Peredur überrascht darüber, einen Vater zu haben, über den er nie etwas gewusst hatte. Seine Mutter hatte ihn nicht aufgeklärt und gesagt, nicht jede Familie bräuchte zwingend einen Vater. Kinder entstünden unter anderem durch Apfelkerne, wenn man sie hinunterschlucke, oder durch Luftbestäubung, wenn gerade zu viele Pollen flögen. 

Man hatte ihn seine gesamte Kindheit hindurch getäuscht und belogen – sämtliches Wissen war ihm entweder verschwiegen oder verfälscht übermittelt worden. Es war das Werk einer Mutter gewesen, die ihr Kind vor einer gewalttätigen Welt bewahren und beschützen wollte. Sie hatte ihren Sohn aus der zivilisierten Welt löschen und von deren üblichen Brauchtümern lösen wollen. Sicherlich hoffte sie, ihr Sohn kehre bald zu ihr ins abgeschiedene und friedliche Walddorf zurück, wenn ihm der Rest der Welt zu großes Unbehagen bescherte.

Peredur gab schließlich ein tonloses Dankeschön von sich, den Blick erstaunt auf das Ledermeister-Zwergenpaar gerichtet. Er wollte ihnen soeben die Hand reichen, da schritt Kai dazwischen. Er hatte ganz klar etwas von einem wütenden Stier, als er sich neiderfüllt äußerte: „Was denkt sich eigentlich diese kleinwüchsige Kreatur? Hast du je einmal ein Wort mit mir geredet, Stummchen? Mit irgendjemand anderem hier am Hof? Mit dem König, der euch Gastlichkeit und Bleibe gibt? Nein. Wir dachten alle, ihr seid stumm und könntet nicht sprechen, aber jetzt – welche Unverschämtheit! Und dann kommt dieser dahergelaufene Waldvagabund daher, und ihm gebührt eine solch hochtrabende Begrüßung. Das verstehe ich nicht!“

„Er hat den verbotenen Wald überwunden. Er ist etwas Besonderes. Niemand kommt aus unserem verbotenen Wald, wenn er nicht besonders ist.“

„Das stimmt“, sagte die Ledermeister-Frau und Kai wurde vor Zorn nahezu rot, denn sie sprach soeben auch ihr allererstes Wort, „Er muss in besonderer Verbindung mit den Naturen des Waldes stehen.“

Das reichte Kai. Er hob eine seiner menschlichen Pranken und schlug beiden Menschen hart in das kleine, runde Gesicht. Sie fielen danieder und blieben ohne Regung liegen.

Peredur sah traurig auf sie hinab und ward wütend. So etwas hatte das nette Zwergenpaar nicht verdient – vor allem, weil es ihn so lieb begrüßt hatte. „Wieso habt Ihr das mit diesen armen Menschen getan?“, rutschte ihm die Frage heraus.

„Wieso bist du armseliger Ritterabklatsch hier am Hofe erschienen?“, warf Kai erbost zurück.

„Ich suche den Hofleitenden. Ich möchte ihn sprechen. Ich will ein Ritter an seinem Hof werden.“

Kai prustete sich in die Faust. „Der König schläft, du Vagabund. Gerade vermag ihn niemand zu sprechen.“

„Ich kenne ihn. Und er ist kein Vagabund“, griff jetzt Owein in die Situation ein. Peredur betrachtete fasziniert sein Wappen, das er trug, denn es bestand aus einem goldenen Löwen. „Ich traf ihn mitten im Wald bei einem einsamem Dorf. Die Leute dort sind Selbstversorger. Ich riet ihm, hierher zu kommen, wenn er unbedingt so werden will wie ich.“

„Dann ist es also deine Schuld, dass er hier ist?“

„So kann man das auch nicht sagen …“

„Er hat mir Hoffnung gegeben“, sprach Peredur und bedachte Owein, den er jetzt wiedererkannte, dankenden Blickes.

„Und diese Hoffnung sollte nicht enttäuscht werden.“

Verdutzt sah die Runde auf Kai. Solche Worte verließen selten seinen Mund. Da stimmte doch etwas nicht … Kai fuhr fort: „Junge, wenn du tatsächlich Ritter dieses Hofes werden willst, dann musst du dich einer herausragenden Aufgabe stellen, die ich dir geben werde.“

Peredur war ganz Ohr. Seine Hand kratzte angespannt am Hals des neben ihm stehenden Ponys, das unwillig schnaubte. „Folge dem schwarzen Ritter, der soeben den Hof verließ. Er ist ein dunkler Zauberer, und wer gegen ihn im Kampf besteht, ist eindeutig reif und verdient genug, um ein glorreicher und wertvoller Ritter an Arthurs Hof zu werden.“

Die Orden des Imbjar - Vaz (Band I)

Für den ersten Band dieser Triologie stehen noch keine ausführlichen Infos und keine Leseprobe zur Verfügung, da er in einer noch unkorrigierten Rohform existiert.

Wesentlicher Bestandteil der Erzählung sind magische (Hexen)Orden sowie eine mystische Parallelwelt auf dem Mond (ultin. Imbjar).

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