Ausstellung Vaicutolin auf dem Castrum Nigra 2026
- lara2033
- Jun 27
- 2 min read
Atemberaubende Hitze, tranceartiger Lichtertanz und natürlich jede Menge Kunstinteressierte - das waren meine Haupterfahrungen auf dem Castrum Nigra 2026.
Am 20.06.2026 reiste ich mitsamt meiner Bilder, einigen Holzstellwänden und meinem Freund zur Ehrenburg an der Mosel. Wie immer waren wir spät dran, denn wir leben stets etwas hinter der Zeit. Die Temperaturen trieben uns den Schweiß aus allen Poren, als wir die Holzwände und Utensilien hinaufschleppten - doch gelohnt hat sich der Aufwand alle Mal: Vielen Dank an alle Kunstbegeisterten, die sich an den Zeichnungen erfreuten und meiner Arbeit ein positives und ermutigendes Feedback gaben!
Während ich die Nacht hindurch meinen Bildern Gesellschaft leistete, beobachtete ich das impulsive Lichterspektakel, das immerzu auf dem Castrum Nigra entsteht und den Geist in einen tranceartigen Zustand versetzt. Wenn
man sehr müde ist und etwas zu viel Synästhesien hat, wirkt alles sehr surreal - das eigene Ich verschwimmt endgültig inmitten der zahlreichen bewegten Konturen. Allein der Lichtershow wegen komme ich sehr gerne zum Castrum Nigra.
Sicherlich hat sich manch einer inzwischen gefragt, weshalb ich meiner Ausstellung auf der Webseite vom Castrum Niga den Namen Vaicutolin gab. Ich wollte damit die Ursprünge meiner Zeichnungen in den Vordergrund rücken - ihre Muster beruhen auf Intuition. Vaicutolin bedeutet auf Ultin, einer von mir selbst stammenden Sprache, nicht viel mehr als das innere Auge. Mein inneres Auge sieht Klang, und es lenkt meine Hand, wenn ich meine Werke ausgestalte. Es ist federführend bei dem, was ich tue, während ich selber nicht weiß, wohin ich gelenkt werde. Ein Wirbel, ein Strahl und ein Schattenmosaik entsteht nach dem nächsten, doch eine Kontrolle darüber besitze ich nicht. Ich bin mir nur im Nachhinein der Quelle meiner Bilder bewusst, wenn ich dem Wind, der Sprache, dem Verkehrslärm oder der Musik zuhöre und auf einmal eben jene Muster sehe, die mein Unterbewusstsein mich zeichnen lässt.
Meine Bilder haben die Nacht im Freien gut überstanden. Vor dem Regen hatten wir glücklicherweise einen Großteil der Ausstellung abgebaut. Lediglich ein Rahmen ist kaputt gegangen, weil mein Freund - dieser Tollpatsch - an der Stellwand hängen geblieben ist. Zuvor dachten wir noch, die größte potenzielle Gefahr für meine Bilder ginge von Besoffenen aus ... Naja, ein Rahmen lässt sich einfach ersetzen. Und im Großen und Ganzen war die Ausstellungsnacht für mich ein großer persönlicher Erfolg - immerhin bin ich über meinen eigenen Schatten gesprungen und habe mich das erste Mal mitten in die Öffentlichkeit gewagt.

















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